Digital American Studies Initative (DASI)

Erstes Forum der “Digital American Studies Initative” (DASI) im Rahmen der DGfA-Jahrestagung 2017

Zugänge zum Wissen im Digitalen Zeitalter

Dorothea Schuller (SUB Göttingen): Do Libraries Dream of Electric Books? Überregionale Literaturversorgung im Spannungsfeld von Closed und Open Access am Beispiel der deutschen Amerikastudien

Digitale Werkzeuge, vernetztes Arbeiten und der Zugriff auf elektronische Texte gehören für Wissenschaftlerinnen mittlerweile zum Alltag. Diese Lese-, Schreib-, Speicher- und Kommunikationsformen verändern unser Verhältnis zu Texten und zueinander; der „digital turn“ berührt die wissenschaftliche Praxis von der Literaturrecherche bis zur Publikation und ermöglicht neue Fragestellungen. Mit der Digitalisierung ursprünglich analoger Materialien und der steigenden Zahl an originär digitalen Veröffentlichungen scheint der Traum vom frei­en Zugang zu einer universalen Bibliothek des Weltwissens in greifbare Nähe zu rücken. Für Bibliotheken eröffnen sich neue Möglichkeiten, eine umfassende Literaturversorgung zu gewährleisten sowie die Forschung zu unterstützen, etwa im Bereich des „Open Access“-Pu­blizierens. Die Bereitstellung und Archivierung kommerzieller Ressourcen wirft jedoch eine Reihe von Fragen auf, insbesondere in Bezug auf Zugriffsrechte. Die Abschaffung der DFG-Sondersammelgebiete und die Einführung der „Fachinformationsdienste für die Wissen­schaft“, welche den Zugang zur Literatur bevorzugt in digitaler Form ermöglichen sollen, er­fordern eine Auseinandersetzung mit diesen Fragen, um die Wissenschaftskommunikation ge­meinsam zu gestalten. Am Beispiel der Amerikastudien möchte der Vortrag über den Fach­informationsdienst informieren, der von der SUB Göttingen gemeinsam mit der Bibliothek des John-F.-Kennedy-Instituts der FU Berlin aufgebaut wird.

Angela Holzer (DFG): Zugänge zum digitalen Wissen: Ansätze der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Die digitale Transformation erfasst alle Bereiche der Gesellschaft. Im Wissenschaftssystem werden dabei unterschiedliche Aspekte des gesamten Forschungsprozesses berührt. Diese Aspekte umfassen neben dem Wandel und der Adaption von digitalen Methoden und Instru­menten für die Forschung, welche auch epistemologische Implikationen haben, basale wissen­schaftliche Techniken wie die Versorgung mit wissenschaftlicher Information und die Publi­kation von Erkenntnissen und Ergebnissen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft nimmt neben wissenschaftspolitischen Aufgaben bei dieser Thematik auch als Förderorganisationen einen wichtigen Raum ein. Dabei unterstützt sie sowohl die Entwicklung von digitalen Werk­zeugen und Plattformen für den Zugang und die Publikation von Ergebnissen, als auch den direkten Zugang zu elektronischen Publikationen. Auch im Bereich der Forschungsdaten werden Infrastrukturen geschaffen und weiterentwickelt. Der Vortrag entwickelt von dieser Systematik ausgehend die Zugänge zum digitalen Wissen und stellt die entsprechenden Pro­gramme sowie deren Beitrag zur digitalen Wissenschaftskommunikation dar.