Tagungsbericht: Histories of American Foodways – Annual Meeting of the Historians in the DGfA

Von Hanno Scheerer, Institute for Transnational American Studies, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

“Are microwaves really that bad?” Diese Frage aus dem Plenum auf der Konferenz “Histories of American Foodways” dürfte wohl gut zusammenfassen, was man gemeinhin mit Nordamerika und Ernährung verbindet: Billiges und industriell hergestelltes Essen und Fettleibigkeit. Dass die Geschichte des Essens in Nordamerika jedoch weitaus komplexer ist, wurde auf der Jahrestagung der Historiker/innen der DGfA deutlich, veranstaltet von NINA MACKERT und JÜRGEN MARTSCHUKAT (beide Erfurt).

Die Food History erforscht aus historischer Perspektive den Zusammenhang zwischen Nahrungsmitteln/Ernährung und Gesellschaften. Welchen Einfluss haben gesellschaftliche Konventionen und kulturelle Normen auf Nahrung und Ernährung? Wie beeinflussen umgekehrt Nahrungsmittel Gesellschaften? Essen und Trinken werden nicht als bloße Genuss- oder Nährmittel betrachtet, sondern als Ausdruck von Identitäten, als Objekte politischer Prozesse und historischer Wissensproduktionen, und als Machtmittel, die Subjekte formen. Die historische Analyse von Essen und Trinken hat in Nordamerika ihren besonderen Reiz. Wer einmal in den zweifelhaften Genuss eines Produktes wie des “Mile High Bacon
Thickburgers” bei Hardee’s (1.190 Kalorien) kam, wird sich unweigerlich fragen: Was ist hier falsch gelaufen? Ob und was hier falsch gelaufen ist, und warum es gute Gründe gibt zu glauben, dass hier etwas falsch gelaufen ist – das lässt sich am besten aus historischer Perspektive analysieren. Nur wenn wir uns die vergangenen Jahrhunderte der US-amerikanischen Essenskultur genauer ansehen, können wir verstehen, warum Nordamerika is(s)t, wie es is(s)t. Wie die Konferenz zeigte, kommen dabei oft überraschende Erkenntnisse zu Tage.

Das erste Panel vereinte Vorträge zur Bedeutung von Essen und Trinken in der Konstruktion ethnischer Identitäten. LEONARD SCHMIEDING (Washington DC) setzte sich mit der Konstruktion von Deutschheit in Restaurants im San Francisco des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts auseinander. Mit Hilfe der Kategorien Space, Entertainment und Food analysierte Schmieding, wie die Besitzer deutscher Lokale bewusst eine spezifische Form von “Germanness” evozieren wollten, die jedoch wenig mit den lokalen Traditionen deutscher Einwanderer zu tun hatte. In Anlehnung an Eric Hobsbawm sprach Schmieding somit von “erfundenen Traditionen”, die erfolgreich ein stereotypes Bild von Deutschheit erschufen.

Um die bewusste Erschaffung angeblich “deutscher” Traditionen ging es auch in einem der spannendsten Vorträge der Tagung von JANA WEISS (Münster). Weiß sprach über Wisconsins deutschstämmige Bierbrauer in der Zeit vor der Prohibition, die ihre “Germanness” als Marketingtrick nutzten und dabei auf drei Aspekte setzten: “deutsche” Qualität, Gemütlichkeit und Gesundheit. Diese Marketingstrategie hatte laut Weiß unmittelbare Rückwirkungen auf die amerikanische Wirtschaft und Trinkkultur: Um die Jahrhundertwende wurde Bier zu 90 Prozent nach deutscher Brauart produziert, und die Zahl “typisch” deutscher, familienfreundlicher Biergärten wuchs im Gegensatz zu den mit Männlichkeit assoziierten Saloons. Die Vermarktung und der Konsum von Bier sei hiermit zu einem politischen Emblem einer stetig neu verhandelten “deutsch-amerikanischen” Identität geworden.

XIAOHUI LIU (München) argumentierte, dass ethnisches Essen ein aktiver Agent sozialer Veränderung sein könne, und sie machte diese These anhand chinesischer Restaurants in Kalifornien deutlich. Während China-Restaurants bis in die 1960er-Jahre auf den Geschmack euro-amerikanischer Gäste ausgerichtet gewesen seien, eröffneten neue Immigrantenschichten nach den 1960er-Jahren Restaurants, die nicht mehr das reproduzierten, was Euro-Amerikaner als “chinesisch” erwarteten. Stattdessen hätten sie über Essen eine eigenständige ethnische Identität transportiert, die im Austausch mit nicht-chinesischen Gästen stetig neu verhandelt worden sei und Rückwirkungen auf die kalifornische Gesellschaft gehabt hätte.

KONRAD LINKE (Jena) zeigte schließlich, wie sich Essen für die zur Zeit des Zweiten Weltkriegs in Relocation Centers zwangsinternierten Amerikaner japanischer Abstammung zu einer gewaltfreien Form des Widerstands gegen  Zwangsassimilation und zu einem Ausdruck japanischer Agency entwickelte. Für die Internierten seien Essen und kulturelle Eigenständigkeit miteinander verbunden gewesen, und sie wehrten sich erfolgreich gegen das euro-amerikanische Essensregime. Der Konflikt um das Essen habe den Weg für weitere Protestbewegungen in Internierungslagern geebnet und zeige die Ermächtigungspotenziale, die in scheinbar profanen Dingen wie Nahrung stecken können.

In der abendlichen Keynote Address stellte BRYANT SIMON (Philadelphia) sein Konzept des Reverse Fordism vor. Simon zeigte bereits 2009 mit “Everything but the Coffee”, wie die Food History dazu beitragen kann, gesellschaftliche  Phänomene zu verstehen. In seinem neuen Buchprojekt weist er über das Prisma Essen auf einen radikalen Bruch in der Politik, Ökonomie und Gesellschaft der USA hin, den er Reverse Fordism nennt. Der ursprüngliche Fordismus,  vorherrschend in den USA zwischen 1930 und 1970, habe auf dem Grundsatz beruht, dass gute Gehälter für Arbeiter zu stärkerem Konsum führen würden, was wiederum die Produktion ankurbeln würde. Dieser Ansatz sei in den 1970er-Jahren radikal umgedreht worden: Arbeiter sollten nun wenig verdienen, aber dennoch konsumieren können. Die Folge war eine Spirale, die Simon als economy of cheap bezeichnet: Billig sei zur bestimmenden Doktrin geworden, die bis heute jedwedes politische, ökonomische und soziale Handeln in den USA präge. Simons Keynote war unterhaltsam und spannend und warf provokante Thesen auf. Entsprechend groß war der Anklang im Plenum. Simon wird sich mit vielen
offenen Fragen beschäftigen müssen – beispielsweise, welche Interessensgruppen eigentlich hinter dem Reverse Fordism stehen, welche Bedeutung die Globalisierung hatte und ob der Fordism der 1930er- bis 1970er-Jahre nicht eher eine Ausnahme in der US-amerikanischen Geschichte war. Zweifelsohne wird Simon diese Fragen in seinem Buch auf intelligente Weise adressieren.

Das zweite Panel der Tagung beschäftigte sich mit normativen Beurteilungen “richtigen Essens”. FELIX KRÄMER (Kassel) und NINA MACKERT analysierten die Verbindung zwischen Wissensproduktion, Essen und Klasse zur Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert. An Beispielen wie den Publikationen des Chemikers Wilbur Atwater zeigten sie, wie sich sozialreformerische mit wissenschaftlichen Diskursen vermischten und ein spezifisches Wissen produzierten, das “richtige” Ernährung für unterschiedliche soziale Schichten vorsah. Im Zentrum dieses Diskurses habe dabei Effizienz und Produktivität gestanden: US-amerikanische Bürger sollten sich so ernähren, dass ihre Körper möglichst produktiv dem Arbeitsmarkt zur Verfügung standen.

CLAUDIA RÖSCH (Münster) behandelte ebenfalls den Zusammenhang zwischen Sozialreformbewegungen und Ernährung, im Kontext der angestrebten Assimilation mexikanischer Einwanderer zwischen 1920 und 1950 im Südwesten der USA. Sozialreformer hätten auf die Ernährung mexikanischer Einwanderer normativ herab gesehen und sozial nonkonformes Verhalten von Einwandererkindern unmittelbar auf ihre Ernährung zurückgeführt. Abhilfe sollte eine Umstellung der Ernährung auf euro-amerikanische Gerichte bringen, die interessanterweise häufig deutlich fetter und süßer als mexikanische waren.

LISA JACOBSON (Santa Barbara) referierte zur normativen Beurteilung alkoholischer Getränke zur Zeit der Prohibition in den USA. Brauereien und Weinkellereien kämpften in den frühen 1930er-Jahren gegen das Alkoholverbot und griffen dabei verstärkt auf eine “wissenschaftlich” fundierte Argumentationsweise zurück. Laut Jacobson wollten sie eine neue Definition des Alkoholrauschs finden, die positiv im Sinne von “Stimulation” verstanden werden konnte. Mit Hilfe interkultureller Vergleiche und wissenschaftlicher Studien hätten sie ein Idealbild des moderaten Rauschs kreiert, das als kompatibel mit amerikanischen Mittelklassewerten präsentiert wurde. Die Kampagne hatte 1932 Erfolg, als der Kongress Alkoholika mit maximal 3.2 Volumenprozent wieder zuließ.

Die drei Beiträge passten hervorragend zusammen und machten deutlich, dass (natur-)wissenschaftliche Diskurse von “richtigem” und “falschem” Essen und Trinken niemals so objektiv sind, wie sie scheinen. Sie hängen immer von den ethischen und moralischen Grundsätzen einer Gesellschaft ab, und verankern im Gegenzug moralische Werte in einer Gesellschaft. Ernährungsideale sind also immer gleichzeitig soziale Ideale – dies war auch die wichtigste Botschaft der zweiten Keynote Address, vorgetragen von CHARLOTTE BILTEKOFF (Davis). Ihr Schlüsselsatz lautete: “Das Ethische wird durch das Empirische verdeckt.” Gemeint war damit eben jene anscheinende Objektivität wissenschaftlicher Ernährungsdiskurse, die uns, basierend auf “empirischen Fakten”, Ernährungsverhaltensweisen antrainieren wollen. Biltekoff legte dar, dass Ernährungsideale in den USA immer schon ein Ziel verfolgten: Die Konstruktion des Subjekts als
“guter Bürger”, der diszipliniert und entsprechend der gesellschaftlichen Moral lebt. Wer sich “schlecht” ernähre, so Biltekoff, werde zum Außenseiter oder gar zum Verräter. Während sich die spezifischen Inhalte der Ernährungsideale über die Jahrzehnte stark geändert hätten, sei diese Grundbotschaft stets gleich geblieben.

Im folgenden Panel wurde die kulturelle Bedeutung süßer Lebensmittel analysiert. NADJA GERNALZICK (Bern) sollte laut Programm über den Zusammenhang von Zucker, Kapitalismus und Sklaverei referieren, hatte ihren Vortragstitel aber in “The Mediality of Food by the Example of Sugar” geändert. Nach einigen theoretischen Worten zur Frage, inwiefern man Zucker als Medium betrachten könne, bot sie einen Parforceritt durch die mediale Repräsentation von Zucker in Werken wie James Graingers “The Sugar Cane” (1764) bis hin zu Fernando Ortiz’ “Cuban Counterpoint”, das im spanischen Original schon 1940 erschien, aber erst in den 1990er-Jahren in der anglo-amerikanischem Geschichtsschreibung rezipiert wurde und ein gesteigertes Interesse an Zucker als Prisma für koloniale Verhältnisse auslöste.

SILKE HACKENESCH (Kassel) zeigte in ihrem Beitrag zum Genussmittel Schokolade, dass sich seit der Kolonialzeit drei zusammenhängende Diskurse entwickelt hatten, die nicht nur das Verständnis von Schokolade, sondern auch von Afrikanern beeinflussten: Die Sexualisierung der Schokolade, die Rassifizierung der Schokolade und die Sexualisierung “schwarzer” Menschen. Diese drei Diskurse seien gegen Ende des 19. Jahrhunderts zusammengekommen, als Schokolade aggressiv als Genussmittel vermarktet wurde. Dabei sei auf die bekannten Topoi der sexuell freizügigen schwarzen Frau, der Sinnlichkeit von Schokolade und der Assoziierung von Schokolade mit Menschen dunkler Haut zurückgegriffen worden. Die kulturelle Darstellung und Wahrnehmung von Schokolade sei in den USA bis heute von sexuellen und rassistischen Diskursen überlagert.

Die Vermischung von Rassismen und Nahrungsmitteln stand ebenfalls im Fokus der Präsentation von ILKA SAAL (Erfurt). Saal nutzte eine Installation der Künstlerin Kara Walker (eine gigantische Skulptur einer Sklavin, die in einer Sphinx-ähnlichen Pose montiert ist), um auf die komplexe diskursive und mimetische Produktion von Otherness hinzuweisen, die der kolonialen Ausbeutung schwarzer Sklaven und Arbeiter zugrunde liegt. Aus weißem Zucker gefertigt und die Finger zu einer Feigenhand geformt, kreiere die Skulptur eine neue Geschichte des Zuckers, in der sich die ehemals Ausgebeuteten mehr Deutungshoheit und Agency zurückholen würden, so Saal.

Der letzte Konferenztag begann mit einem literaturwissenschaftlich geprägten Panel zum Akt der Essenszubereitung. CHRISTOPH RIBBAT (Paderborn) referierte über die literarische Verarbeitung der sozialwissenschaftlichen Methode der teilnehmenden Beobachtung, angewandt in Restaurants. Ribbat machte deutlich, dass eine teilnehmende Beobachtung niemals objektiv sein könne, da der Beobachtende meist aus der privilegierten Perspektive der weißen Mittelklasse  schreibe und seine Worte die Subjekte “verstummen” ließen. Trotz dieser Problematik seien Köch/innen und Autor/innen, Kellner/innen und Wissenschaftler/innen jedoch gar nicht so weit voneinander entfernt: Autor/innen wie Köch/innen wandeln ihre Kreativität in ein verkäufliches Produkt um; Wissenschaftler/innen wie Kellner befinden sich häufig in einer prekären wirtschaftlichen Lage. Ribbat sprach damit Punkte an, die für Historiker/innen (die seit Jahrzehnten darüber diskutieren, wie man das “Subalterne” sprechen lassen könne) von großer Bedeutung sind.

KATHARINA VESTER (Washington DC) zeigte, dass Kochbücher nicht nur bloße Anleitungen zur Zubereitung von Mahlzeiten sind, sondern immer auch gesellschaftliche Ideale von Normalität transportieren – und diese ebenso gut anzweifeln können. Konkret beschäftigte Vester sich mit von und für lesbische Frauen geschriebenen Kochbüchern, die Heteronormativität in Frage stellen und mit sexuellen Orientierungen spielen würden. Dies geschehe auf unterschiedliche Weise, beispielsweise indem das Genre das Kochbuchs gebrochen und der Leserin suggeriert werde, sie solle lieber ihren eigenen Rezepten folgen, als einer strikten Anweisung.

Im letzten Panel der Tagung ging es in Richtung Politik- und Wirtschaftsgeschichte. SUSAN LEVINE (Chicago) wies zunächst darauf hin, dass die USA praktisch nie Hungersnöten ausgesetzt waren, woraus sich die moralische und praktische Frage ergeben habe, wie man mit dem Agrarprodukteüberfluss umgehen solle. Diese Frage habe auch für die Organisation CARE eine entscheidende Rolle gespielt. CARE sei es gelungen, Überfluss zu einem Werkzeug der amerikanischen Politik im Kalten Krieg zu machen, indem ihre Pakete als eine “person-to-person Diplomatie” markiert wurden und die Überlegenheit des Kapitalismus aufzeigen sollten. Zugleich habe CARE durch den Aufkauf von Agrarprodukten auch das heimische Problem des Produktionsüberschusses gelöst. Dass es CARE bei diesen Vorgängen in erster Linie um Profit ging, beweise den engen Zusammenhang zwischen privatwirtschaftlichen Interessen und Ernährung in den USA.

INES PRODÖHL (Washington DC) beendete die Tagung mit einem Vortrag zur Sojaproduktion in den USA. Soja habe in den USA vor dem Zweiten Weltkrieg eine untergeordnete Rolle gespielt, entwickelte sich aber durch Förderungsprogramme der Regierung schnell zur am zweithäufigsten angebauten Kulturpflanze. Angesichts der Knappheit tierischer Fette hätten Amerikaner während des Zweiten Weltkriegs ihr Konsumverhalten geändert und Sojafette gekauft. Doch der Erfolg habe auch Grenzen gekannt: So wurde und wird in den USA trotz ernährungsphysiologischer Nachteile nur das Fett aus der Sojabohne gepresst und der verbleibende Sojaschrot an Nutztiere verfüttert. Prodöhl zeigte somit, dass politische Entscheidungen die Essensgewohnheiten und landwirtschaftliche Ausrichtung einer Nation zwar verändern können, aber immer in Abhängigkeit zu kulturellen Vorgaben stehen.

Den Organisator/innen darf zu einer sehr gelungenen Veranstaltung gratuliert werden. Die Tagung zeigte, dass die Food History erfrischende Perspektiven auf Themenfelder wie die Konstruktion ethnischer oder sexueller Identität, der Produktion von Wissen über Körper und Verhaltensweisen, und nicht zuletzt der politischen und ökonomischen Ausrichtung der USA bietet. Dabei wird es in Zukunft nötig sein, sich nicht nur – wie auf der Tagung geschehen – auf die Zeit des 19. Jahrhunderts und danach zu konzentrieren. Selbst vor 1492 wurde in Amerika schon getrunken und gegessen, und Nahrungsmittel beeinflussten nicht nur die Kulturkontakte zwischen der indigenen Bevölkerung und den euro-amerikanischen Kolonisten, sondern bereits die Handels- und Diplomatienetzwerke indigener Gesellschaften.[1] Es wäre wünschenswert, wenn sich auch die in Deutschland betriebene Food History der indigenen Perspektive in Zukunft annähme.

Konferenzübersicht:

Organisation und Einführung:
Nina Mackert/Jürgen Martschukat, Universität Erfurt

Session 1: Immigrant Foodways
Chair: Anke Ortlepp, Universität Kassel

Leonard Schmieding, Georgtetown University: German Immigrant Gastronomy at the Golden Gate: Beer Gardens, Cafés, and Restaurants in San Francisco, 1865-1939

Jana Weiß, Westfälische Wilhelms-Universität Münster: ‘The Art of Brewing Was Developed by the Germans’: Wisconsin’s Beer Barons and the Shaping of a German-American Drinking Culture in Pre-Prohibition USA

Xiaohui Liu, Ludwig-Maximilians-Universität München: Foodscapes of Chinese America: the Transformation of Chinese American Culinary Culture in Metropolitan California and America – a Cultural History

Konrad Linke, Friedrich-Schiller-Universität Jena: Eating in Exile: The Politics of Food Production and Food Consumption in a Relocation Camp for Japanese Americans
Keynote Address
Chair: Nina Mackert, Universität Erfurt

Bryant Simon, Temple University, Philadelphia: Food and the Reverse Fordist Political Economy of Cheap

Session 2: The Knowledge of Eating Right
Chair: Barbara Lüthi, Universität zu Köln

Felix Krämer, Universität Kassel/Nina Mackert, Universität Erfurt: Budgeting Bodies: Home Economics and the Space of Class

Claudia Rösch, Westfälische Wilhelms-Universität Münster: Nutrition and Crime? Food in the Americanization Programs for Mexican Immigrant Families in the American Southwest, 1920-1950

Lisa Jacobson, University of California, Santa Barbara: Alcoholic Beverages and Changing Scientific Understandings of Eating Right and Eating for Pleasure

Keynote Address
Chair: Jürgen Martschukat, Universität Erfurt

Charlotte Biltekoff, Uiniversity of California, Davis: Bad Sodas, Good Juices, and the History of Dietary Ideals as Social Ideals

Young Academics Forum
Workshop 1: Transnational History
Chair: Britta Waldschmidt-Nelson, Deutsches Historisches Institut Washington DC

Christoph Ellßel, Ludwig-Maximilians-Universität München: U.S.-Australian Networks of Science

Nadja Klopprogge, Freie Universität Berlin: Separate but Equal? Contesting the Concept of Equality: African American GIs in the German Occupational Zone

David Möller, Universität Erfurt: American Empire and Asian Contact Zones: US Military Personnel, Sexuality and Taiwanese Society (1955-1971)

Workshop 2: Social History
Chair: Michael Hochgeschwender, Ludwig-Maximilians-Universität München

Elise Kammerer, Universität zu Köln : ‘To Uplift their Race’: Free Black Education and Antislavery Activity in Philadelphia, 1780-1838

Elena Torres Ruiz, Ludwig-Maximilians-Universität München: Die Erfindung der urbanen Landwirtschaft: Detroit und die postindustrielle Krise

Matthias Vogt, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt: Red Resistance – Native Men in Struggle during the 1960s and 1970s

Session 3: The Politics of Sweetness
Chair: Simon Wendt, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt

Nadja Gernalzick, Universität Bern: The Mediality of Food by the Example of Sugar

Silke Hackenesch, Universität Kassel: Food and Race: Chocolate as an “Afrodiziac”?

Ilka Saal, Universität Erfurt: The Marvelous Sugar Baby: Reading Kara Walker’s Subtle and not so Subtle Notes on Physical and Visual Labor in the Colonial Sugar Industry

Session 4: Practices of Cooking Food
Chair: Olaf Stieglitz, Universität zu Köln

Christoph Ribbat, Universität Paderborn: Restaurants and the Art of Participant Observation

Katharina Vester, American University Washington DC: Cookin’ with Honey, or What Lesbians Eat

Session 5: Feeding America, Feeding the World
Chair: Andreas Etges, Ludwig-Maximilians-Universität München

Susan Levine, University of Illinois at Chicago: Food and Agriculture in the Cold War World

Ines Prodöhl, Deutsches Historisches Institut Washington DC: Soy in the American Diet in World War II

Anmerkung:
Siehe beispielsweise: George Colpitts, Pemmican Empire. Food, Trade, and the Last Bison Hunts in the North American Plains, 1780-1882, New York 2014.

Author: admin

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